Roberto Abraham Scaruffi

Monday, 7 March 2011


Montag, 07. März 2011 vorherige Ausgabe » anmelden »
cs.jpg
"Zweite Angriffswelle" auf Schweizer Banker
Am Freitag hat sich die Neue Zürcher Bank überraschend vom Markt verabschiedet. Das zuerst als Broker, später auch im Private Banking und zuletzt noch als Aktienhändlerin agierende Institut verkaufte ihr Brokerage-Team an die Mainfirst Gruppe. Das Erstaunlich am Abschied: Die Bank sieht sich als Opfer des neuerlichen Feldzugs der US-Justiz gegen den Schweizer Finanzplatz. "Die USA haben nach der Beilegung des UBS-Falls ihre zweite Angriffswelle gestartet", erklärte ein NZB-Mitarbeiter gegenüber Cash. "Dadurch wurde es uns praktisch unmöglich, mit US-Kunden überhaupt noch Geschäfte zu machen." Die Ermittler des Justizministeriums in Washington dürften es zwar nicht darauf abgesehen haben, kleinen Schweizer Banken gezielt die Existenzgrundlage zu entziehen, meint die Neue Zürcher Zeitung. Doch das Beispiel NZB zeige, dass sie es zumindest billigend in Kauf nähmen. Besonders verwundbar seien nach Meinung von Juristen kleine Finanzinstitute, weil sie nicht relevant für das internationale Finanzsystem seien. Weitere Anzeichen für das verschärfte Vorgehen der USA: Die vier in den USA wegen der Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeklagten Noch- und Ex-Mitarbeiter der Credit Suisse könnten nach Angaben eines Anwalts beim US-Justizministerium schon bald per Interpol gesucht werden.
Cash » Neue Zürcher Zeitung » NZZ2 » Reuters » Finenews »