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"Zweite Angriffswelle" auf
Schweizer Banker
Am Freitag hat sich die Neue Zürcher
Bank überraschend vom Markt verabschiedet. Das zuerst als Broker, später
auch im Private Banking und zuletzt noch als Aktienhändlerin agierende Institut
verkaufte ihr Brokerage-Team an die Mainfirst Gruppe. Das Erstaunlich am
Abschied: Die Bank sieht sich als Opfer des neuerlichen Feldzugs der US-Justiz
gegen den Schweizer Finanzplatz. "Die USA haben nach der Beilegung des
UBS-Falls ihre zweite Angriffswelle gestartet", erklärte ein
NZB-Mitarbeiter gegenüber Cash. "Dadurch wurde es uns praktisch unmöglich, mit
US-Kunden überhaupt noch Geschäfte zu machen." Die Ermittler des
Justizministeriums in Washington dürften es zwar nicht darauf abgesehen haben,
kleinen Schweizer Banken gezielt die Existenzgrundlage zu entziehen, meint die
Neue Zürcher Zeitung. Doch das Beispiel NZB zeige, dass sie es zumindest
billigend in Kauf nähmen. Besonders verwundbar seien nach Meinung von Juristen
kleine Finanzinstitute, weil sie nicht relevant für das internationale
Finanzsystem seien. Weitere Anzeichen für das verschärfte Vorgehen der USA: Die
vier in den USA wegen der Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeklagten Noch- und
Ex-Mitarbeiter der Credit Suisse könnten nach Angaben eines Anwalts beim
US-Justizministerium schon bald per Interpol gesucht werden. Cash » Neue Zürcher Zeitung » NZZ2 » Reuters » Finenews » |