Roberto Abraham Scaruffi

Wednesday, 27 April 2011


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Draghis Chancen auf Top-Job bei der EZB steigen
Nach Italiens Regierungschef Berlusconi hat sich nun auch Frankreichs Präsident Sarkozy für Mario Draghi als Nachfolger für EZB-Präsident Jean-Claude Trichet stark gemacht. "Ich kenne Draghi gut. Wir unterstützen ihn nicht, weil er Italiener ist, sondern wegen seiner Qualitäten. Es wäre darüber hinaus ein gutes Signal für Italien, das Zweifel an seiner Rolle und Position in Europa hegen mag", sagte Sarkozy. Die Bundesregierung wurde offensichtlich von der öffentlichen Festlegung Sarkozys für Draghi überrascht. Erst vergangene Woche hatte ein Regierungssprecher in Berlin darauf verwiesen, dass es keinen Zeitdruck in der EZB-Kandidatenfrage gebe. Die britische Financial Times entgegnet dem Vorbehalt, die EZB werde mit Draghi an der Spitze und Portugals Vitor Constâncio als Vizepräsidenten "zu südländisch". Die sei insofern "Nonsense", als Draghi über vielfältige internationale Erfahrungen und einen tiefen "Einblick ins Schuldenmachen" verfüge. "Die Eurozone sollte vielmehr eine nicht-nördliche Perspektive bei den Top-EZB-Jobs begrüßen." Nach dem Rückzug von Bundesbankpräsident Axel Weber und dem öffentlichen Bekenntnis von Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy zu Draghi könne sich Angela Merkel dem Italiener nicht mehr wirklich verweigern, meint die Financial Times Deutschland. Doch die Kanzlerin solle sich ihre Zustimmung abkaufen lassen. Aus Sicht der Süddeutschen Zeitung ist das Votum von Sarkozy für Draghi mehr als eine Vorentscheidung. Die Münchner porträtieren Draghi als "geldpolitischen Pragmatiker", der öffentlich klare Aussagen zur Zinspolitik vermeide und stattdessen lieber allgemein über Wirtschaftspolitik oder die Stabilität des Bankensystems rede.
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NEWS
Bestnoten für Online-Banken
Die Online-Banken Cortal Consors und ING-Diba beraten ihre Kunden beim Thema Altersvorsorge am besten. Das ist das Ergebnis einer Befragung von knapp 2300 Kunden im Auftrag des Handelsblatts. Große deutsche Institute wie Deutsche Bank, Commerzbank oder Targobank schnitten deutlich schlechter ab.
» Handelsblatt
EZB entwirft Horror-Szenario
Die Warnung der EZB ist drastisch: Kippt Griechenland, wird das Chaos den Crash von Lehman Brothers übertreffen. Sie gießt damit Öl ins Feuer: Die Angst vor der Umschuldung treibt die Zinsen jetzt schon auf Rekordhöhen.
» Handelsblatt » Cash
Bessere Chancen für Deutsche Börse
Die Deutsche Börse hat im Poker um die New York Stock Exchange wieder bessere Karten: Die Fusions-Wunschpartner verwiesen auf größere finanzielle Vorteile durch ihren Zusammenschluss und überzeugten damit die Finanzmärkte.
» Wirtschaftsblatt
UBS wird attraktiver
Die UBS hat im ersten Quartal 2011 einen Gewinn von 1,8 Milliarden Franken erwirtschaftet (FinanceToday berichtete gestern). Das ist zwar weniger als im Vorahresquartal, die Bank ist aber dennoch zufrieden, denn: die Kundengelder erhöhten sich deutlich stärker als erwartet.
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Rückgang im Investment-Banking belastet Credit Suisse
Bei der Credit Suisse ist es ähnlich wie bei anderen europäischen Großbanken: Im Investment-Banking gab es im ersten Quartal einen spürbaren Rückgang, was den Gewinn belastet.
» Handelsblatt
Banker verdienen mehr
Banker in London erhalten nach der Finanzkrise zwar niedrigere Bonuszahlungen, verdienen unter dem Strich aber trotzdem mehr. Höhere Grundgehälter gleichen die geringeren Boni der Banker im Londoner Finanzbezirk City mehr als aus, so eine Studie.
» Cash
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FEEDBACK - meistgeklickter Link der vorherigen Ausgabe
Massenflucht bei der WestLB
Wenn im Flurfunk Szenarien über die Zerschlagung des eigenen Unternehmens die Runde machen, schwindet die Treue der Mitarbeiter. Der WestLB laufen die Manager davon. Vor der Aufspaltung der Bank hat schon eine Reihe von ihnen gekündigt.
» FTD
HEUTE IM HANDELSBLATT
Titel: Europa streitet, Deutschland schaut zu
Politik: Die Furcht vor offenen Grenzen
Unternehmen: "Nichts wird mehr sein wie bisher"
Finanzen: UBS gewinnt Vertrauen zurück
» Handelsblatt vierwöchiges Miniabo » Hier können Sie die aktuelle Ausgabe für 1,59 € direkt downloaden
INSIDER-BAROMETER - Transaktion der Top-Manager
Optimismus weicht der Ernüchterung
Die Zeiten schneller Kursgewinne könnten bald vorbei sein, zumindest wenn die Insider richtig liegen. Die letzten Aktienorder etlicher Vorstände scheinen jetzt die Wende einzuläuten. Das Insider-Barometer, das vom Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der RWTH Aachen in Zusammenarbeit mit Commerzbank Wealth Management berechnet wird, liegt im unteren neutralen Bereich bei 94 Punkten.
» Handelsblatt (ausführlicher Insider-Artikel)
KÖPFE
EZB weiterhin skeptisch bei Griechenland
Erkki Liikanen , EZB-Ratsmitglied, äußert sich zurückhaltend zu einer möglichen Umschuldung Griechenlands. Ein hochverschuldetes Land müsse einen Primärüberschuss erwirtschaften. Daran ändere auch eine Umschuldung nichts. Der zweite Punkt sei die Notwendigkeit, die Wachstumskräfte zu stärken. Auch dabei helfe eine Umschuldung nicht.
» Wirtschaftsblatt
Ermittler entlasten Yunus
Muhammad Yunus, als Bankier der Armen bekanntgewordener Nobelpreisträger und wegen angeblicher Zweckentfremdung von Geldern in Misskredit geraten, wurde jetzt von einer Expertenkommission freigesprochen. Diese konnte keinerlei Unregelmäßigkeiten entdecken.
» Spiegel
Ärger ums Geld
Bob Diamond, Chef der Barclays Bank, muss sich kritischen Fragen nach seiner Bezahlung von mehr als 27 Millionen Pfund von seinen Shareholder stellen. Die sollen das Paktet heute unterzeichnen.
» Wall Street Journal
ZUGABE
So tickt Madoff
Diana Henriques, Finanzreporterin der New York Times, ist wahrscheinlich die einzige Person außer Bernard Madoff selbst, die das gigantische Betrugssystem beschreiben kann. Immerhin hat sie als Reporterin diverse Fälle der Wirtschaftskriminalität beschrieben. Die Autorin des Buchs "Wizard of Lies" hat mit Huffington Post über ihr aufwändiges Projekt zum Betrug des Jahrhunderts gesprochen - und natürlich auch über Bernard Madoff geredet.
» Huffington Post