Roberto Abraham Scaruffi

Friday, 17 June 2011


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Showdown in der Schuldenkrise
Kurz vor dem heutigen deutsch-französischen Gipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy (Foto li.) und dem für Sonntag und Montag geplanten EU-Finanzministertreffen spitzt sich die Lage in Griechenland zu. Der Oppositionschef forderte vorgezogene Neuwahlen und will das EU-Rettungspaket neu verhandeln - sein Aufstieg könnte Griechenlands Untergang bedeuten. Die Börsen-Zeitung hält einen Zusammenbruch der Regierung und einen Staatsbankrott für möglich. Mit Blick auf die Regierung Merkel, die erst im Herbst über das zweite Hilfspaket entscheiden will, kritisiert Les Echos aus Frankreich die Deutschen, die bis heute zögerten, sich als Europäer zu sehen. Laut Handelsblatt sorgt sich der Deutsche Städte- und Gemeindebund angesichts der ungelösten Griechenlandkrise um die deutschen Kommunen. Außerdem sieht das Handelsblatt Portugal als ersten Kandidaten für die Ansteckung mit dem Griechen-Virus. Das Wall Street Journal sucht nach einer Alternativ-Besetzung für den griechischen Finanzminister Giorgos Papaconstantinou (re.), den "schlimmsten Job in Europa".
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NEWS
Kasse machen im Konkursverfahren
Die Deutsche Bank hat Forderungen gegenüber der Pleitebank Lehman Brothers in Höhe von 372 Millionen Dollar gekauft. Die Frankfurter hoffen auf einen Gewinn, wenn das Konkursverfahren abgeschlossen ist. Auch im Fall des Schneeball-Betrügers Bernard Madoff soll die Deutsche Bank, neben anderen Instituten, zugeschlagen und Forderungen gekauft haben. Kurioses Detail: Selbst UBS und die Royal Bank of Scotland, die vom Madoff-Insolvenzverwalter verklagt wurden, wollen Forderungen der Madoff-Geschädigten übernehmen.
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Abspecken und aufrüsten
Die niederländische ING-Gruppe verkauft das US-Online-Geschäft an Capital One Financial. Der Deal ist rund neun Milliarden Dollar schwer, von denen die Bank 6,2 Milliarden Dollar bar bezahlt. Die bis dato neuntgrößte Bank rückt mit der Übernahme auf Rang fünf. Die Niederländer wollen mit dem Geld die Staatsstütze zurückzahlen. Ihr nächster Schritt: das Versicherungsgeschäft abstoßen. Nächster Schritt von Capital One: für das US-Kreditkarten-Geschäft von HSBC bieten.
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Notengeber am Pranger
Die US-Finanzaufseher prüfen Zivilklagen gegen Ratingagenturen wie Standard & Poor’s, die zur Entstehung der Finanzkrise beigetragen hätten. Es geht um den Vorwurf, dass die Rating-Agenturen zu spät auf die Krise am Markt für zweitklassige Hypotheken ("Subprime mortgages") reagierten. Vorwurf: Die Agenturen hätten zu wenig Nachforschung betrieben, um die Hypotheken-Pools adäquat zu bewerten.
» Wall Street Journal
Brüssel verordnet Diät
Die HSH Nordbank erwägt Finanzkreisen zufolge, sich von ihrem sechs Milliarden Euro schweren Flugzeuggeschäft zu trennen. Im Gegenzug sei die EU-Kommission im laufenden Beihilfeverfahren für das staatlich gestützte Institut bereit, auf einen Eigentümerwechsel zu verzichten. Demnach verlangt EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia, dass die HSH ihre Bilanzsumme weiter deutlich verkleinert.
» Süddeutsche Zeitung » Handelsblatt
Zinsen müssen rauf
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat die Zinsen bei rekordtiefen 0,25 Prozent belassen. Zinserhöhungen wären dringend angesagt, schreibt Cash. Die Risikokurve im Schweizer Immobilienmarkt sei vergleichbar mit Ende der 80er-Jahre, als Überhitzung im Bausektor und leichtfertige Kreditvergabe Banken in den Kollaps getrieben hätten. Auch eine Inflation drohe.
» Cash
Attacke war noch größer
Neue Details zum Hackerangriff auf die amerikanische Citigroup. Über einen Monat nach der Attacke teilte die Bank mit, dass die Datendiebe Informationen zu mehr als 360.000 Kreditkartenkonten nordamerikanischer Kunden erbeutet hätten. Die Hacker gelangten mit einem simplen Trick an die Daten.
» Financial Times Deutschland » Handelszeitung » Time
Shortcuts aus der Finanzbranche
Die Eigenkapitalquote der Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse sind laut Schweizerische Nationalbank zu niedrig, der Ständerat stimmte der geplanten Erhöhung der Eigenkapitalquoten zu » HB » FTD Die Deutsche Börse und der New Yorker Handelsplatz NYSE Euronext haben die Ausschüttung einer Sonderdividende nach Abschluss ihrer Fusion genehmigt » HB Die britische Regierung will die Krisenbank Northern Rock reprivatisieren » Hz Zwei Wochen vor der Schließung der bankrotten City BKK sind die verbliebenen Versicherten aufgerufen, sich rasch eine neue Krankenkasse zu suchen » HB
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FEEDBACK - meistgeklickter Link der vorherigen Ausgabe
"Krebsgeschwür" in der Nobelbank
Nach einem Bericht des Manager Magazins sind die Recherchen der Kölner Staatsanwaltschaft im "größten Bankenskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte" weiter fortgeschritten als bisher bekannt.
» Manager Magazin

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HEUTE IM HANDELSBLATT
Titel: Wirtschaftsführer unterstützen Merkels Kurs
Politik: Wachsende Sorge um den Euro
Unternehmen: Demag Cranes gibt den Kampf auf
Finanzen: Ein Sommer mit starken Schwankungen
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KÖPFE
Achtung Finanzkollaps
Mohamed El-Erian, Pimco-Chef , geht in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt davon aus, dass die Schuldengrenze in den USA bereits erreicht sei. Gegenwärtig behelfe sich das US-Finanzministerium damit, Geld von A nach B zu verschieben, um seine Rechnungen zu bezahlen. In ein paar Wochen sei es mit dieser "Flexibilität" vorbei. Uni sono "Mister Dax" Dirk Müller: "Ein Zahlungsausfall der USA ist möglich und hätte dramatische Folgen für die Märkte."
» Handelsblatt » Cashkurs
Top-Banker ein Steuerbetrüger?
Emilio Botín, starker Mann der spanischen Vorzeigebank Banco Santander, steht mit elf weiteren Mitgliedern der Familie im Verdacht, Steuern hinterzogen zu haben. Hinweise darauf fanden französische Behörden auf einer CD mit Kontoinformationen, die ein früherer Mitarbeiter der Bank HSBC in der Schweiz gestohlen und an die Ermittler verkauft hatte.
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Druck auf die EZB
Silvio Berlusconi hat den Italiener Lorenzo Bini Smaghi zum Rücktritt von seinem Posten im Direktorium der Europäischen Zentralbank aufgefordert. "Um von Frankreich die Zustimmung für die Kandidatur von Mario Draghi zu bekommen, muss mindestens ein Franzose in der Leitung der EZB sitzen. Dies könnte mit dem Rücktritt von Bini Smaghi ermöglicht werden", erklärte der italienische Regierungschef in Rom.
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Tobin reloaded?
Carsten Sieling, Finanzexperte der SPD-Bundestagsfraktion, fordert ein Einlenken der schwarz-gelben Koalition mit Blick auf die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Nicolas Sarkozys Regierungspartei UMP sei bei dem Thema schon viel weiter und habe sich den Forderungen der französischen Sozialisten und der SPD "mit kleinen Ergänzungen zu Eigen gemacht".
» Handelsblatt
Dr. Doom setzt auf Gold
Marc Faber, Schweizer Börsenexperte und passionierter Schwarzmaler, glaubt an eine neun Jahre andauernde Hausse beim Gold. Tipp von "Dr. Doom": Jeder Privatanleger sollte physisches Gold besitzen. Kurzfristig sei durchaus eine Korrektur beim Goldpreis möglich, hält die Wirtschaftswoche dagegen.
» Wirtschaftswoche
DEBATTE - worüber die Finanzwelt diskutiert
Wer soll DSK folgen?
Der IWF brauche mehr als einen neuen Chef, schreibt Joseph E. Stiglitz, Professor an der Columbia University und Nobelpreisträger für Ökonomie, in der FTD. Der offene Kampf um die Nachfolge sei - im Gegensatz zu einer Auswahl hinter verschlossenen Türen - immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. "Es bleibt allerdings zu hoffen, dass dem neuen IWF-Geschäftsführer nicht durch Wahlkampfversprechen die Hände gebunden sein werden, wie es so oft beim Wettbewerb um Stimmenmehrheiten der Fall ist." Stiglitz befürwortet, dass Christine Lagarde auf den IWF-Posten rückt, da sie eine offene Befürworterin von Reformen im Finanzsektor sei und sich den Respekt aller verschafft habe, die mit ihr zusammengearbeitet haben. In der New York Times macht der Harvard-Ökonom Kenneth S. Rogoff Werbung für den mexikanischen Notenbanker Agustín G. Carstens.
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WIRTSCHAFTSBUCH DER WOCHE
Liz Mohn hat wieder zur Feder gegriffen
Bereits ihr erstes Buch sorgte für Unruhe - kein Wunder also dass das Bertelsmann-Management auch die zweite Veröffentlichung von Matriarchin Liz Mohn eher angespannt erwartet. Ihr neues Werk birgt Schlüsselmomente.
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ZUGABE - worüber die Finanzwelt schmunzelt
Können Sie Ihrem Papa wirklich glauben?
Sicherlich hat auch Ihr Vater Ihnen den ein oder anderen klugen Gedanken zum Thema Finanzen mitgegeben - nach bestem Wissen. Vorsicht, dass Sie da nicht dem einen oder anderen Mythos aufsitzen. Sechs väterliche Finanzmythen entlarvt Daily Finance. "Folgen Sie beispielsweise dem Rat, erst für den Notfall vorzusorgen und später Ihre Kreditkartenschulden zurückzuzahlen, ist schnell VISA Ihr neuer Daddy." Auch auf eine Erbschaft sollten Sie lieber nicht bauen, findet das Online-Finanzportal. Auch dass die Kosten im Rentenalter sänken, stimme nur, wenn Sie Ausgaben kürzten. Aber: Tief einsteigen, hoch aussteigen, dieser Tipp sei immer noch golden.
» Daily Finance