Roberto Abraham Scaruffi

Wednesday, 15 June 2011


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Französische Banken stehen vor der Herabstufung ihres Ratings
Wegen der Schuldenkrise in Griechenland drohen drei französischen Großbanken schlechtere Bonitätsnoten. Die Ratingagentur Moody's teilte mit, die Bewertungen der Institute BNP Paribas, Société Générale und Credit Agricole auf eine Herabstufung zu prüfen. Ähnliche Schritte für andere Banken mit direktem Engagement in Griechenland könnten in den kommenden Wochen folgen, kündigten die Moody's-Experten zugleich an. Sie wollen generell die Risiken eines Zahlungsausfalls des Euro-Landes für die Ratings von Geldhäusern in der Euro-Zone in Betracht ziehen. Unterdessen spaltet das griechische Schuldendilemma Europa immer mehr. Im Streit über ein neues Hilfspaket für Griechenland können sich die Euro-Staaten bislang nicht auf einen Weg zur Beteiligung privater Gläubiger einigen. Deutschlands Vorschlag dazu geht der Europäischen Zentralbank, der EU-Kommission und manchen Euro-Ländern zu weit. Ihnen kommt es darauf an, dass die Gläubiger nicht zum Festhalten an ihren Anlagen gezwungen werden dürfen. "Griechenland spaltet Europa", stellt die Welt trocken fest. Unterdessen bringt Österreich eine "Wiener Lösung" ins Spiel (siehe Köpfe).
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NEWS
Chefgehälter steigen rasant
Trotz eines wirtschaftlich durchwachsenen Jahres sind die Gehälter von Bankchefs deutlich gestiegen. Bis zu 36 Prozent mehr genehmigten sich die Spitzenkräfte im vergangenen Jahr, so eine aktuelle Studie der Financial Times.
» Financial Times
Bernanke sieht US-Spitzenrating in Gefahr
Der US-Notenbankchef enthüllt ein offenes Geheimnis: Wenn sich Republikaner und Demokraten im Streit um die Schuldengrenze nicht einig werden, droht ein Zahlungsausfall - der Dollar als Reservewährung ist in Gefahr. Selbst ein kurzer Zahlungsausfall könne zu gravierenden Störungen der Finanzmärkte führen. Bernanke erneuerte seinen Vorschlag für einen langfristigen Haushaltsplan. Er machte zugleich klar, dass die Verhandlungen über die Schuldengrenze nicht genutzt werden sollten, um Ausgabenkürzungen durchzusetzen.
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EU lässt Banken hängen
Die EU-Beihilfeverfahren gegen die in der Finanzkrise gestrauchelten deutschen Banken ziehen sich anscheinend länger hin als geplant. Bis zur Sommerpause sollten die Verfahren abgeschlossen sein. Ob es bei diesem Termin bleibt, ist fraglich.
» FTD
Betongold wird immer wichtiger
Wer Geld hat, legt es in Sachwerten an. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Liechtensteiner Investmentgesellschaft Valluga.
» FTD
Mehr als 20 Kassen unter Aufsicht
Mehr als 20 gesetzliche Krankenkassen haben bedenklich geringe finanzielle Rücklagen. Ein Viertel der 93 unter Aufsicht des Bundesversicherungsamtes stehenden Kassen liegt unter dem Mindestsoll. Darunter sind sich anscheinend auch größere Kassen.
» Spiegel
IWF: Österreich muss sich mehr anstrengen
Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert Österreich zu mehr Anstrengungen bei der Budgetkonsolidierung auf. Die Schulden lägen deutlich über dem Vorkrisenniveau, mit dem Budget 2012 sollten die Bemühungen zum Schuldenabbau "ehrgeiziger" werden, heißt es im diesjährigen Länderbericht des IWF zu Österreich.
» Presse
Banken kämpfen um Sparer
Die deutschen Banken stürzen sich auf das stabile, risikoarme Geschäft mit den privaten Kunden und überbieten sich mit Lockangeboten. Doch nicht immer profitieren die Kunden von dem knallharten Wettbewerb.
» Wiwo
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FEEDBACK - meistgeklickter Link der vorherigen Ausgabe
Aktienprognosen sind Zeitverschwendung
Aktien zu kaufen kann sich lohnen. Börsenprognosen zu studieren, ist nach Ansicht vieler Fondsprofis jedoch Zeitverschwendung. Wären Prognosen verlässlich, würde der Markt nicht funktionieren - und Privatanleger hätten keine Chance auf Rendite.
» Manager Magazin
HEUTE IM HANDELSBLATT
Titel: Das Gespenst der Inflation
Politik: Energieforschung - das Wichtigste zuerst
Unternehmen: Buchläden müssen dem Internet weichen
Finanzen: Angriff auf Kevin Parker
» Handelsblatt vierwöchiges Miniabo » Hier können Sie die aktuelle Ausgabe für 1,59 € direkt downloaden
KÖPFE
Politik ist ein schmutziges Geschäft
Gustav Horn, Chef des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung, sieht die deutsche Ökonomie immer noch in der Krise. Bei deutschen Ökonomen herrsche oft die Vorstellung, dass man sich mit Poliitik nicht die Finger schmutzig machen sollte.
» Zeit
Draghi warnt vor Griechen-Pleite
Mario Draghi, designierter EZB-Chef, hat vor den Folgen einer griechischen Staatspleite gewarnt. Bei einer kompletten oder teilweisen Zahlungsunfähigkeit drohe Europa eine finanzpolitische Kettenreaktion.
» Handelsblatt
Frankreich weiß einen Ausweg
Christian Noyer, Gouverneur der Banque de France und Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), kann sich unter gewissen Umständen doch eine Restrukturierung der Alt-Schulden Griechenlands vorstellen. Dafür müsste eine internationale Organisation später Garantien übernehmen.
» Handelsblatt
Umschuldung ist machbar
Christoph Schmidt, Wirtschaftsweiser, hält eine Umschuldung Griechenlands für machbar, weil die meisten Banken das verkraften könnten. Im Falle eines Falles wäre es besser, wenn Deutschland seinen Banken direkt über seinen Bankenrettungsfonds hilft, als immer neue Milliarden für neue europäische Rettungsschirme auszugeben.
» Welt
Wiener Initiative für Griechenland
Ewald Nowotny , Gouverneur der österreichischen Nationalbank und EZB-Ratsmitglied, spricht sich für ein koordiniertes Vorgehen in der Griechenland-Krise aus. Eine "Wiener Initiative" für ein abgestimmtes Vorgehen würde Sinn machen, sagte Nowotny in Wien. Finanzministerin Maria Fekter unterstützt den Vorstoß.
» Wirtschaftsblatt » Presse
Munich Re räumt bei Ergo auf
Nikolaus Von Bomhard , Vorstandschef des weltgrößten Rückversicherers Munich Re, will sich jetzt selbst um die Aufklärung der Vorgänge bei der Düsseldorfer Tochter Ergo kümmern. Ob das auch personelle Konsequenzen haben wird, ist noch nicht klar.
» FTD
Verlängerung für Dunkel bei der NordLB
Gunter Dunkel, NordLB-Vorstandschef, führt das Institut auch in einer zweiten Amtszeit. Der 57-Jährige kann damit aller Voraussicht nach seinen jüngst angekündigten Plan weiter verfolgen, die Bank deutlich zu verschlanken und damit die knappe Kapitalausstattung des Instituts zu verbessern.
» FTD
Strafbar durch Englisch
Michael Olbrich, Wirtschaftsprofessor und Leiter des Instituts für Wirtschaftsprüfung an der Universität des Saarlandes, schlägt Alarm. Dax-Konzerne nutzen zu viele englische Wörter in ihren Geschäftsberichten - und machen sich damit strafbar.
» FTD » Spiegel
ZUGABE - worüber die Finanzwelt schmunzelt
Griechisches Parlament plant seine Flucht
Die Financial Times berichtet von ungewöhnlichen Vorsichtsmaßnahmen des griechischen Parlaments. Demnach fürchteten sich die Gesetzgeber so sehr vor ihren Wählern, dass sie für den Fall der Fälle einen sicheren Fluchtweg planten. Extra angeheuerte Hilfsarbeiter sollten angeblich einen alten Tunnel zwischen dem Parlamentsgebäude und dem Hafen von Piräus wieder begehbar machen. Die Geschichte sei zunächst vom griechischen Fernsehsender Kontra berichtet worden und sei schließlich von Bloggern aufgegriffen worden, bis sie letztlich im FT Alphaville, dem Finanzblog der Zeitung, landete. Der Autor rät jedoch seinen Lesern zu "extremer Skepsis", da die Quellenlage des Originalberichts allem Anschein nach recht dünn gewesen sein dürfte.
» Financial Times