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Axel Weber: ins Knie geschossen
(worden)?
Die Diskussion um einen möglichen Wechsel
von Bundesbank-Präsident Axel Weber in die Privatwirtschaft
erhitzt weiterhin die Gemüter. Frank-Walter Steinmeier,
SPD-Fraktionschef, warf der Kanzlerin vor, Weber nur "halbherzig" in der
Nachfolge-Debatte rund um EZB-Chef Jean-Claude Trichet unterstützt
zu haben. Peinlicher ließe sich anderen EU-Staaten kaum demonstrieren, dass man
die Lage nicht im Griff hat, schämt sich die SZ. Die Bundeskanzlerin wolle ihren
Kopf aus der Schlinge ziehen und alle Schuld an dem möglichen Scheitern einer
deutschen Kandidatur für die EZB-Spitze auf Weber schieben, vermutet die
Börsen-Zeitung. Für das Wall Street Journal ist Webers Abschied so episch wie
Siegfrieds Tod bei Wagner - nur chaotisch inszeniert und
mindestens doppelt so lang. Weber habe sich als "armseliger Kommunikator"
erwiesen, so die Financial Times, insofern wäre er der falsche Mann für den
EZB-Chefposten gewesen. Wer bei der EZB Regie führe, müsse mehr Diskretion,
Teamgeist und Fingerspitzengefühl mitbringen, meint auch die FTD. Merkel habe
den Kopf Axel Webers geopfert, mit seinem Pickelhauben-Auftreten sei er ohnehin
nicht geeignet gewesen für die EZB, schreibt La Tribune aus Frankreich. (s. auch
"Köpfe") Handelsblatt » HB2 » HB3 » Financial Times » FT2 » FTD » Wall Street Journal » Spiegel » Wirtschaftswoche » Süddeutsche Zeitung » Börsen-Zeitung » La Tribune »
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