Roberto Abraham Scaruffi

Thursday, 8 March 2012


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Deutsche Bank: Jainisten machen das Rennen
Noch bevor Jürgen Fitschen und Anshu Jain offiziell ihre Amtsgeschäfte aufgenommen haben und noch bevor Josef Ackermann als Vorstandschef verabschiedet ist, versucht die neue Doppelspitze in Frankfurt Nägel mit Köpfen zu machen: Hugo Bänziger, als Ackermann-Vertrauter geltender Risikovorstand bei der Deutschen Bank, und Personalvorstand Hermann-Josef Lamberti müssen nach Recherchen des » Handelsblatt beim Dax-Konzern im Mai gehen. Im Gegenzug werden Finanzchef Stefan Krause, Risikoexperte Bill Broeksmit und die Investmentbanker Stephan Leithner und Henry Ritchotte befördert. . Der abrupte Umbau trage nicht die Handschrift des Marathonläufers Fitschen, sondern eher die des Sprinters Jain, kommentiert das » Handelsblatt. Auch das » Wall Street Journal beobachtet, dass Jain federführend bei den Personalien war - er habe seinen "Inner Circle" bedient. Das Management werde jetzt internationaler, der Fokus liege dabei auf Asien. Die » Financial Times Deutschland begrüßt die Rochaden. "Langwierige Revier- und Lagerkämpfe zwischen Alt-Ackermännern, Jainisten und Fitschianern darf es nicht geben." Für die » Börsen-Zeitung ist die Art und Weise, wie die neue Führungsstruktur der Bank ans Licht der Öffentlichkeit kam, ein "Desaster" der Kommunikation - irgendjemand habe die Informationen brühwarm ausgerechnet der Boulevardpresse (gemeint ist die Bild-Zeitung) zugespielt.
Schuldenschnitt auf der Kippe
Am heutigen Donnerstagabend um 21 Uhr läuft die entscheidende Frist in Griechenland ab. Bis dahin haben die Gläubiger noch Zeit, um zu entscheiden, ob sie beim Schuldenschnitt mitmachen oder nicht. Gestern nachmittag lag die Quote derjenigen, die sich an dem Schnitt beteiligen, bei rund 40 Prozent. Ziel der Regierung in Athen: 75 Prozent » (HB). Die Einschätzung an den Märkten habe sich zuletzt "dramatisch gedreht", was die Erfolgsaussichten des geplanten Schuldenschnitts angehe, zitiert die » Börsen-Zeitung den KfW-Vorstandsvorsitzenden Ulrich Schröder. Aus der Sicht von "Mister Dax" Dirk Müller nehmen die Griechen an einem Wettschwimmen teil, hätten aber Blei am Bein. » (FTD) Die » FTD selbst ärgert sich darüber, dass der Griechen-Umtausch für Privatanleger eine Frechheit sei.
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NEWS
Krankenkassen zur Ader lassen?
Die gesetzlichen Krankenkassen haben das vergangene Jahr mit einem Überschuss von vier Milliarden Euro abgeschlossen und damit die Erwartungen vom Herbst noch übertroffen » (HB). "Krankenkassen, rückt das Geld raus!", schimpft die » Süddeutsche Zeitung im Videoblog. Jetzt seien die Versicherten an der Reihe. "Hände weg von den Milliarden!", hält der » Stern dagegen. Die » Südwest Presse hält es für klug, Rücklagen zu bilden. "Die können sehr schnell weg sein, etwa wenn die Konjunktur schwächelt."
Steuerhinterziehung von A bis Z
Nachdem der Bundesgerichtshof entschieden hat, dass bei Steuerhinterziehung in Millionenhöhe eine Haftstrafe droht » (HB), widmet sich das » Handelsblatt groß und breit dem Thema Steuererklärung - bei der die Deutschen tricksten, was das Zeug hält. Konkrete Fragestellungen: Wann werden Finanzbeamte misstrauisch? Welche Strafen drohen? Wann verjähren Delikte? Außerdem im Dossier: Welche Promis wurden schon verurteilt (Freddy Quinn - 900.000 Euro hinterzogene Steuern)? » (HB) Außerdem ein Interview mit dem Essener Steuerberater Roland Franz, der erklärt, warum die Anzeigen meist aus dem direktem Umfeld der Betroffenen kommen. » (HB)
Facebook rekrutiert Banken-Armee
Der Gang des Internet-Giganten Facebook an die Börse wird von noch mehr Finanzinstituten flankiert. Zusätzlich zum ursprünglichen Banken-Sextett hat das Soziale Netzwerk 25 Underwriter angemeldet, darunter die Großbanken Citigroup, Credit Suisse, Deutsche Bank, RBC Capital Markets und Wells Fargo Securities. Das » Wall Street Journal vergleicht den IPO mit dem bisher größten US-Börsengang: Bei Visa seien 45 Underwriter an Bord gewesen.
Weiterer Link: » New York Times
Nachwirkungen von Weidmanns Target-Brief
Die Diskussion über die Target 2-Salden der Bundesbank reißt nicht ab, wie die » Süddeutsche Zeitung analysiert. Die » Financial Times Deutschland rekapituliert, wie Bundesbank-Chef Jens Weidmann mit einem Schreiben an EZB-Chef Mario Draghi zum ursprünglich von Ifo-Chef Hans-Werner Sinn aufgeworfenen Thema eine Vertrauenskrise der Geldpolitiker in der Euro-Zone ausgelöst habe. Ebenfalls in der » FTD winkt der irische Professor Karl Whelan mit Blick auf ein mögliches Platzen der Eurozone ab. In dem Fall könne sich Weidmann selber einen Scheck ausstellen und die Bundesbank jederzeit für solvent erklären, ohne dass der deutsche Steuerzahler bluten müsste.
Shortcuts aus der Finanzbranche
Das US-Finanzministerium will Anteile am US-Versicherer AIG im Wert von rund sieben Milliarden Dollar verkaufen. » FT Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble macht beim geplanten Steuerdeal mit der Schweiz Dampf. » HB Die französische Großbank Société Générale beugt der zuständigen Finanzaufsicht zufolge nicht ausreichend gegen Geldwäsche und die Finanzierung von Terror-Gruppen vor. » HB Die Schuldenkrise hat einen Großteil des Ertrages der DZ Bank verschlungen. » BZ Eine Schweizer Staatsanwaltschaft hat über 8,1 Millionen Euro auf Konten der UBS eingefroren, das Geld stammt von Kaffeefahrten. » Bild Der Zahlungsdienstleister Wirecard will bei Investoren kurzfristig rund 145 Millionen Euro zur Finanzierung von Übernahmen einsammeln. » HB Der italienische Versicherer Generali verkauft seine israelische Tochter für 835 Milionen Euro an den israelischen Investor Shlomo Eliahu. » FT Die Sparkasse Bremen zieht sich aus der Kreditfabrik Norddeutsche Retail-Service AG zurück. » FTD
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FEEDBACK - meistgeklickter Link der vorherigen Ausgabe
Die Griechische Welt in Zahlen
Wie man mit wenigen Zahlen viel sagen kann, das beweist das Wirtschaftsmagazin » Brand Eins mit der Rubrik die "Welt in Zahlen" - aktuell zum Thema Griechenland. Beispiele gefällig: Durchschnittliche Zahl bezahlter Urlaubstage pro Jahr: Frankreich 30, Deutschland 24, Griechenland 20. Oder: Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten: Japan 45 Prozent, Deutschland 83 Prozent, Griechenland 97 Prozent. Durchschnittliche Ersparnisse eines Iren: 63.984 Euro , eines Franzosen 63.774 Euro, eines Italieners 60.818 Euro, eines Deutschen 60 123 Euro, eines Griechen 24.675 Euro. Und als Zugabe innerhalb der Zugabe: Zahlen zur Bohrmaschine. Zahl der US-Haushalte im Jahr 2010: 114 Millionen, Zahl der Bohrmaschinen in US-Haushalten: 80 Millionen, aber durchschnittliche Nutzungsdauer einer Bohrmaschine im gesamten Leben: 13 Minuten.....
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Titel: Zwang zur Freiwilligkeit
Politik: Haushalt mit vielen Baustellen
Unternehmen: General Electric kopiert Siemens
Finanzen: Ein Start mit Paukenschlag
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MENSCHEN UND MEINUNGEN
Deutschlands mächtigster Banker
Georg Fahrenschon, designierter Sparkassenpräsident, wird von der » Financial Times Deutschland aufs neue Amt vorbereitet. Der Fan des Bayernkönigs Ludwig II. müsse für den "wohl langweiligsten Job in der deutschen Bankenlandschaft" doch in die Preußen-Hauptstadt ziehen. Versüßt werde der Entschluss durch eine knappe Vervierfachung des Gehalt auf 1 Million Euro im Jahr - und die Chance, dem als schwierig geltenden bayerischen Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer zu entgehen. Die » Börsen-Zeitung zitiert den Noch-Sparkassen-Präsidenten Heinrich Haasis, der die Liquiditätspolitik der Europäischen Zentralbank scharf kritisiert habe. Tenor: Die Sparkassen müssten strampeln, die staatlich gestützten Banken würden verwöhnt.
Finanz-Tüv ohne Biss
Gerd Billen, Vorsitzender des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, wettert gegen den "Finanz-Tüv". Der Plan, die Zertifizierung von Geldanlageprodukten bei der Stiftung Warentest anzusiedeln, "gehört in die Tonne", da "eine Finanzaufsicht mit Biss" fehle. Statt der vorgesehenen 1,5 Millionen Euro seien mindestens zehn Millionen Euro nötig.
» Handelsblatt
Aufatmen bei den Notenbankern
Philipp Hildebrand, Ex-Chef der Schweizer Notenbank, sowie die fünf noch amtierenden Mitglieder des erweiterten Direktoriums der SNB, sind durch eine Untersuchung durch die KPMG entlastet worden. Es seien keine illegalen Finanztransaktionen festgestellt worden, schreibt die » Handelszeitung. In einem Kommentar schimpft » Cash darüber, dass der Bundesrat schon zwei Monate mit der Ernennung des neuen Nationalbank-Präsidenten gewartet habe. Thomas Jordan, Ex-Stellvertreter von Hildebrand, verfüge über bekannte Qualitäten.
Bank als Community
Matthias Kröner gründete 1994 die Direkt Anlage Bank (DAB), einen der ersten Online-Broker in Deutschland. Fast zehn Jahre nach seinem Abschied knüpft der 46-Jährige an die DAB an und geht mit einem weiterentwickelten Konzept an den Start: Die Fidor-Bank umfasst eine Internetcommunity, in der sich Kunden gegenseitig beraten sollen. 40.000 feste Kunden und weitere 40.000 registrierte Nutzer gebe es bei Fidor, schreibt die » Süddeutsche Zeitung.
ZUGABE
Memoiren werden zum AWD-Alptraum
In weniger als zwei Wochen kommen die Memoiren von Wulff-Freund und Ferres-Verlobtem Carsten Maschmeyer auf den Markt. Der » Spiegel zeigt, wie in der Zentrale des Finanzkonzerns schon das große Zittern umgeht. Maschmeyers zweifelhaftes Image, so die Befürchtung, drohe das Unternehmen erneut zu belasten. Zwar betone der Autor in einem Brief an die Ex-Kollegen, mit seinem Buch eine "Imageverbesserung" beim AWD erreichen zu wollen. Doch darauf könnten die neuen Herren von AWD gerne verzichten. "Intern soll AWD-Sprecher Béla Anda lauthals über das Beruhigungsschreiben Maschmeyers geschimpft haben", schreiben die Hamburger.